Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 1, Seite 21, rechte Spalte, unten:
Plagiat zweifach: „De Hollandse boter- en kaashandel verplaatste zich van Deventer naar de Hollandse steden zelf, waarvoor in die steden in de zeventiende eeuw speciale waaggebouwen verrezen.“
Übersetzung: „Der holländische Butter- und Käsehandel verlagerte sich von Deventer auf die holländischen Städte selbst, wofür in diesen Städten im 17. Jahrhundert spezielle Waaggebäude entstanden.“
Original: Bis 1658 sind ... die Prototypen der monofunktionalen Waage entwickelt ... fast vollständig eingegrenzt sind die Waagen mit den verschiebbaren Balkenwaagen auf die Provinzen Nord- und Südholland (Kiem 1996. 165) ... Da es ... die Milchprodukte waren, die zur Feststellung der Masse gewogen werden mussten, ... darf in der diesbezüglichen besonderen Produktivität der holländischen Landwirtschaft ein besonderer Grund für die Entwicklung des Bautyps gesehen werden (Kiem 1996. 179)
Art des Plagiats: Gedankengang ohne Nachweis übernommen, als Produkt des eigenen Denkens und Forschens dargestellt.
Kommentar: Das Entstehen spezieller [monofunktionaler] Waaggebäude in Holland im 17. Jahrhundert wurde zum ersten Mal u. a. auch in Bezug auf die Produktion von Butter und Käse zum ersten Mal erforscht und beschrieben in Kiem 1996. 179. Es handelt sich bei dieser Aussage um das Hauptergebnis der entsprechenden Forschung.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 2, Seite 50, linke Spalte, oben:
Plagiat dreifach: „De uitzonderlijke grootte, prominente stedenbouwkundige situering en monumentale vormgeving tillen de Waag uit boven wat gebruikelijk was voor een gebouw dat uitsluitend voor het wegen werd gebruikt. [2a] Het in et dagelijks spraakgebruik samenvallen van eigennaam en functie heeft dit zeker in de hand gewerkt. [2b] Pas onlangs is opnieuw de aandacht gevestigd op de constatering dat de Waag eigenlijk veel te groot was om uitsluitend als waaggebouw te zijn bedoeld.“ [2c] (Fußnote 58: „’Bereits bei der Betrachtung der städtebaulichen Situierung erscheint eine überragende Dominanz, wie sie in diesem Maße von ausschließlich dem Wiegen dienenden Gebäuden kaum bekannt ist’ (Kiem 1994, 54) Kiem komt de eer toe opnieuw de aandacht te hebben gevestigd op dit punt.)
Übersetzung: „Die außergewöhnliche Größe, die bedeutende städtebauliche Anordnung und die monumentale Formgebung heben die Waage [von Deventer] über die Gebäude hinaus, die ausschließlich zum Wiegen benutzt wurden. [2a] Das Zusammenfallen von Eigennamen und Funktion im täglichen Leben hat dem sicher in die Hände gespeilt. [2b] Erst unlängst wurde erneut die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, dass die Waage eigentlich viel zu groß war, um ausschließlich als Waaggebäude vorgesehen gewesen zu sein.“ [2c] Fußnote. 58: „’Bereits bei der Betrachtung der städtebaulichen Situierung erscheint eine überragende Dominanz, wie sie in diesem Maße von ausschließlich dem Wiegen dienenden Gebäuden kaum bekannt ist’ (Kiem 1994, 54). Kiem kommt die Ehre zu, die Aufmerksamkeit erneut auf diesen Punkt gelegt zu haben.
Original zu Plagiat 2a: Betrachten wir ... den Grundriss der sogenannten Waage von Deventer, so können wir feststellen, daß er mit seinem Rechteck von 10 Meter Breite und 21,5 Meter Länge ausschließlich zum Wiegen dienende Gebäude bei weitem übertrifft (Kiem 1994. 55)
Original zu Plagiat 2b: Mehr oder weniger willkürlich wird dabei eine einzelne Funktion zum pars pro toto benannt [Eigenname]. (Kiem 1994. 53.)
Original zu Bauernopfer bzw. Plagiat c: Siehe Plagiat a
Kommentar zu Plagiat 2a: Diese Aussage konnte definitiv erst durch die in Kiem (1994. 54) vorgelegte Rekonstruktion des Grundrisses der sogenannten Waage von Deventer und der Unterscheidung zwischen monofunktionalen Waaggebäuden und Handeldshallen erfolgen.
Kommentar zu Plagiat 2b: Ausführlich Kiem 1996. 154 ff.
Kommentar zu Bauernopfer bzw. Plagiat 2c: Redundant zu Plagiat a
Kommentar zur Anmerkung 58: Bauernopfer in der Fußnote. Die Bestimmung der sogenannten Waage von Deventer als Handelshalle unter Absonderung der monofunktionalen Waagen wurde zum ersten Mal in Kiem 1994 publiziert. Das Adverb ‚erneut’ und die Reduzierung auf eine Meinungsäußerung sollen diese Leistung und das Plagiat vernebeln.
Art des Plagiats: Bauernopfer mit Einschränkung und Banalisierung des übernommenen Gedankengangs im Fließtext und darüber hinaus extra auch noch in der Anmerkung, zwei vorangegangene übernommene Gedankengänge ohne Quellenangabe. Also ein übernommener Gedankengang weitgehend und zwei übernommene Gedankengänge vollständig als Produkt des eigenen Denkens und Forschens dargestellt.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 3, Seite 50, linke Spalte, unteres Drittel
Plagiat vierfach: „Alleen al door zijn maat van drie volledige bouwlagen overtreft de Deventer Waag de afmetingen van een gewone waag. [3a] Zo zijn de karakteristieke zeventiende-eeuwse wagen van Leiden (1657) en Gouda (1668) respectievelijk net iets kleiner en net iets groter dan tien bij tien meter. [3b] De omvang van de Deventer Waag doet eerder denken aan die van een stadhuis. [3c] Ook de prominente plaatsing van de Waag aan de zuidzijde van de Brink is opvallend.“ [3d]
Übersetzung: „Bereits durch ihre Abmessungen von drei Geschossen übertrifft die Waage von Deventer die Abmessungen einer gewöhnlichen Waage. [3a] So sind die am meisten charakteristischen Waagen von Leiden (1657) und Gouda (1668) aus dem 17. Jahrhundert jeweils gerade etwas kleiner und gerade etwas größer als zehn Meter. [3b] Das Ausmaß der Waage von Deventer lässt eher an ein Rathaus denken. [3c] Auch die herausragende Anordnung der Waage an der Südseite der Brink ist auffallend. [3d]
Original zu Plagiat 3a: ... zahlreiche Hinweise für eine Funktion als Handelshalle ... drei Geschossen ... (Kiem 1994. 54]
Original zu Plagiat 3b: ... Leiden ... Gouda ... Die Entwicklung des Bautyps erreicht damit ihren Höhepunkt. (Kiem 1996. 98)
Original zu Plagiat 3c: ... Parallelen zu entsprechenden Einrichtungen andernorts. In Betracht kommen viele ähnliche Gebäude in kleineren Städten, die heute in der Regel als Rathaus bezeichnet werden. (Kiem 1994. 58)
Original zu Plagiat 3d: ... zahlreiche Hinweise für eine Funktion als Handelshalle ... städtebaulichen Situierung erscheint eine überragende bauliche Dominanz, wie sie in diesem Maße von ausschließlich dem Wiegen dienenden Gebäuden kaum bekannt ist ... (Kiem 1994. 54]
Kommentar zu Plagiat 3a: Die Aussage der größeren Abmessungen der Waage von Deventer im Vergleich zu monofunktionalen Waaggebäuden war überhaupt erst erst durch den im Zusammenhang mit Kiem 1994 und 1996 entdeckten Unterschied zwischen monofunktionalen Waaggebäuden und Handelshallen möglich.
Kommentar zu Plagiat 3b: Die Entwicklung des Bautyps Waage mit u. a. dem Ergebnis der Beispiele in Leiden und Gouda als Höhepunkt wurde im Zusammenhang mit Kiem 1996. 98 u. 165 erforscht und dort auch zuerst publiziert.
Kommentar zu Plagiat 3c: Bei Nagel (1971) angedeutet, bei Kiem 1996 154 ff. erstmals eindeutig typologisch nachgewiesen.
Kommentar zu Plagiat 3d: Zusammenhang zwischen Städtebau und Funktion des Gebäudes zum ersten Mal bei Kiem (1994) hergestellt. Redundanz zu Plagiat 2a.
Art des Plagiats: Vier übernommene Gedankengänge ohne Quellenangabe. Keine Nachweise, d. h. vollständig als Produkt des eigenen Denkens und Forschens vorgetäuscht.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 4 (Fälschung), Seite 57, linke Spalte, oben:
Fälschung: „Als ‚gotische Handelshal’ kreeg de Deventer Waag als ‚ganz respectablen Bau’ een plaats toebedeeld in het werk van F. Schröder uit 1914 ...“
Übersetzung: „Als ‚gotische Handelshalle’ bekam die Waage von Deventer als ‚ganz respektabler Bau’ einen Platz in der Arbeit von F. Schröder von 1914 zugewiesen ...“
Original (bei F. Schröder): „Zum Schluß seien noch einige holländische Waagebauten erwähnt ... Einen ganz respektablen Bau als Wage [sic!] stellt die jetzt zu einer Schule umgebaute Wage zu Deventer dar.“ (1914. 59 f.)
Kommentar: Schröder hat in seinem Werk „Die gotischen Handelshallen in Belgien und Holland (München 1914) die sogenannte Waage von Deventer eindeutig noch als Waage betrachtet und eben gerade nicht als Handelshalle
Fälschung: Absichtliche Falschzuweisung zur Verschleierung des gesamten Plagiats bzw. der erstmaligen Bestimmung der Waage von Deventer als Handelshalle in Kiem 1994.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 5, Seite 57, linke Spalte, oberes Viertel
Plagiat: „... waarin Vermeulen – overigens ten onrechte – stelt: ... dat het weerbare karakter van dit bouwwerk ... blijkt ... vooral ook uit den geheimen drinkwaterput ...“.
Übersetzung: „ .... worin Vermeulen – übrigens zu Unrecht – behauptet: ... dass der wehrhafte Charakter dieses Bauwerks ... erscheint ... vor allem wegen des geheimen Trinkwasserbrunnens ....“.
Original: „... an der Außenseite gelegenen Brunnen. Eine geheime Funktion dieser Einrichtung zur Wasserversorgung der vermeintlich in den oberen Geschossen anfänglich untergebrachten Bürgermiliz für den Fall von Belagerungen, wie dies F. A. J. Vermeulen unterstellt, ist aber mit Sicherheit auszuschließen.“ (Kiem 1994. 57)
Art des Plagiats: „übrigens zu Unrecht“: Übernommener Gedankengang ohne Quellenangabe, Leistung des eigenen Forschens und Denkens vorgetäuscht.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 6, Seite 60, rechte Spalte, oben
Plagiat: „Als we kijken naar de oorspronkelijke functie van de Deventer Waag, dan kunnen we niet anders concluderen dan dat deze zodanig ruim overgedimensioneerd is ...“.
Übersetzung: „Wenn wir die ursprüngliche Funktion der Waage von Deventer betrachten, dann können wir keinen anderen Schluss ziehen, als dass diese als solche reichlich überdimensioniert ist.
Original: „Die besondere Größe des Grundrisses läßt sich nicht vollständig aus der Funktion des Wiegens ableiten ... Rekonstruiert man die Balkenwaagen längs der Durchfahrten in der Mitte der Gebäudebreite, so bleibt dafür noch genügend freie Fläche übrig. (Kiem 1994. 55)
Art des Plagiats: Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens im Haupttext: „dann können wir keinen anderen Schluss ziehen“; Nachweis durch Fußnote daher als Bauernopfer zu betrachten.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 7, Seite 61, rechte Spalte, Mitte
Plagiat: „... representatieve handelshall“. En in dit opzicht heeft de Waag veel gemeen met het in 1525-1532 gebouwde Kaufhaus van het Duitse Freiburg met zijn representatieve hoofdverdieping tussen twee arkeltorentjes. Ook handelshallen als het Gürzenich in Keulen (1437-1444) en het Leinwandhaus in Frankfurt (1464) worden gekenmerkt door een duidelijk representatieve hoofdverdieping...Bij het Gürzenich spreekt men ook over een ‚Tanz- en Kaufhaus’. Ook in het om zijn jaarmarkten bekende Nördlingen staat een in 1442-1444 gebouwd ‚Tanzhaus en Messekaufhaus’ ...“.
Original: „... wir wissen aus bestimmten Gebieten in Deutschland, daß dort die Bezeichnung des Bautyps der städtischen Handelshalle als Waage nicht ungewöhnlich ist (u. a. Braunschweig, 1534 u. Ravensburg, 1553-56). Mehr oder weniger willkürlich wird dabei eine einzelne Funktion zum pars pro toto benannt. Entsprechendes gilt im Mittelalter für das Tanz- und Rathaus bezüglich des repräsentativen Saals im Obergeschoß.“ (Kiem 1994. 53) ... repräsentativer Versammlungssaal ....im Obergeschoß des Kölner Gürzenich (1441-47), das sich über einer Handelshalle befand, wurde zwischen 1474 u. 1520 viermal der Kaiser empfangen. (Kiem 1994. 57)
Art des Plagiats: Bezug der Waage von Deventer zu nach unterschiedlichen Funktionen benannten multifunktionalen Handelshallen zum ersten Mal publiziert in Kiem 1994. 53. Gedankengang übernommen, aber nicht nachgewiesen, Leistung des eigenen Forschens und Denkens vorgetäuscht.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 8, Seite 61 rechte Spalte, unten
Plagiat: „Het lijkt het meest waarschijnlijk dat de Deventer stadsbestuurders bij de planning van de Waag aan een representatieve ruimte op de hoofdverdieping dachten.“
Übersetzung: „Es scheint am wahrscheinlichsten, dass die Stadtherren von Deventer bei der Planung der Waage an einen repräsentativen Raum im Hauptgeschoss dachten.“
Original: Bei der Betrachtung der Waage von Deventer als Handelshalle braucht man sich im übrigen auch nicht mehr zu wundern, daß – neben vielen anderen Feierlichkeiten im 16. Jahrhundert – 1549 die Huldigung der Stände von Overijssel an König Philipp II. als Nachfolger Karls V. ausgerechnet in einer Waage erfolgte ... Für eine Handelshalle ist ein großer repräsentativer Versammlungssaal nicht ungewöhnlich.“ (Kiem 1994. 57)
Art des Plagiats: Repräsentativer Versammlungssaal im Obergeschoß im Zusammenhang mit der Einordnung der Waage von Deventer als Handelshalle zum ersten Mal bei Kiem 1994. 57. Übernommener Gedankengang ohne Quellenangabe, Leistung des eigenen Forschens und Denkens vorgetäuscht.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 9, Seite 62, linke Spalte, unteres Viertel
Plagiat zweifach: „Het zou te ver voeren om de ontwikkeling van de waag hier in detail te bespreken (Anm. 86: Kiem 1996), [9a] maar enkele hoofdlijnen zijn wel van belang. Hoe de oudste waagen hebben uitgezien is onbekend. [9b] ... [weiter in essayistischer Form ohne Quellenangaben, Zusammenfassung von Kiem 1996]. ... Omdat een stadhuis doorgans een multifunctioneel gebouw is, introduceerde Karl Kiem voor gebouwen met een beperkt aantal functies zoals de Nijmegse waag de term ‚oligofunctionele’ hal.”
Übersetzung: Es würde zu weit führen, die Entwicklung der Waage hier im Detail zu besprechen (Anm. 86: Kiem 1996), [9a] aber einige Hauptlinien sind schon wichtig. Wie die ältesten Waagen ausgesehen haben ist unbekannt. [9b] ... Weil ein Rathaus immer ein multifunktionales Gebäude ist, führte Karl Kiem für Gebäude mit einer beschränkten Anzahl von Funktionen wie bei der Waage von Nijmegen den Begriff ‚oligofunktionale’ Halle ein.
Original: Während die aus dem 17. Und 18. Jahrhundert stammenden Waaggebäude in jedem Fall eine hervorragende Quelle für die historische Bauforschung darstellen, läßt sich über ihre Vorgänger generell wenig sagen ... Sowieso ist die Lage der Vorgängerbauten gewöhnlich überhaupt nicht bekannt. So muß dahingehend vieles im Spekulativen belassen ... bleiben. [9b] (Kiem 1996. 7)
Art des Plagiats: Komplexes Bauernopfer mit einleitender Täuschung im Haupttext: „Es würde zu weit führen ...“, darauf bezogene Fußnote (Kiem 1996) pauschal ohne Seitenangabe. [9a] Weiter Zusammenfassung der in Kiem 1996 zum ersten Mal vorgelegten typologischen Entwicklung des Bautyps Waage in essayistischer Form ohne jegliche Quellenangabe als eigene geistige Leistung vorgetäuscht. Am Ende namentliche Erwähnung hinsichtlich eines Begriffs, so dass der vorangegangene ohne Quellennachweise versehene Text wiederum als Leistung eigenen Denkens und Forschens vorgetäuscht wird.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 10, Seite 62, rechte Spalte, unten
Plagiat: „De Brink als randplein heeft sterk bijgedragen aan de afsplitsing van enkele functies in een eigen gebouw op grotere afstand van het bestuurlijk centrum.”
Übersetzung: „Die Brink als Randplatz hat stark dazu beigetragen, dass sich einige Funktionen in einem eigenen Gebäude in Abstand zum Zentrum der Verwaltung abgespalten haben.“
Original: Für ihren einträglichen Handel besaß die Stadt Deventer im Mittelalter ein sogenanntes Gewandhaus. Es lag im alten, eng bebauten Kern an der Großen Kirche neben dem Rathaus. Mit der Erweiterung der Stadt im 14. Jahrhundert aber begann sich der Schwerpunkt des Handelsgeschehens auf die neu einbezogene Freifläche, die Brink, zu verlagern. Damit konnte sich die frühere Mitte zunehmend zum Verwaltungszentrum entwickeln. (Kiem 1994. 54)
Kommentar: Betrachtung der Verlagerung der städtischen Funktionen bezüglich Handel und Verwaltung in Bezug auf die Waage von Deventer und des alten Zentrums zum ersten Mal in Kiem 1994. 54.
Art des Plagiats: Gedankengang übernommen ohne Quellennachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 11, Seite 63, linke Spalte, oben
Plagiat zweifach: „Vanaf het midden van de zestiende eeuw is er een toenemende differentiatie van functies in afzonderlijke gebouwen. Dat is goed merkbaar in het dan bloeiende Antwerpen, waar kort na elkaar afzonderlijke monofunctionele [?] gebouwen verrezen zoals de Vleeshal (1501), de oude Beurs (1515), de nieuwe Beurs (1531), het Brouwershuis (1553), het Hessenhuis (1563, voor Duitse handelaars) en als belangrijkste het nieuwe stadhuis (1561-1565). [11a] Daarnaast stichte men in Antwerpen in 1547 een waag waar het wegen de hoofdfunctie vormde [11b] en die Kiem dan ook een monofunctionele waag noemt. ... [Es folgt die Aufzählung einer Zahl von nacheinander in Holland entstandener Waaggebäude in essayistischer Form].
Übersetzung: Ab der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gibt es eine zunehmende Differenzierung der Funktionen in eigenen Gebäuden. Das ist gut zu merken in dem damals blühenden Antwerpen, wo kurz nacheinander besondere monofunktionale Gebäude entstanden, wie die Fleischhalle (1501), die alte Börse (1515), die neue Börse (1531), das Brauershaus (1553), das Hessenhaus (1563, für deutsche Händler) und als wichtigstes das neue Rathaus (1561-1565) [11a]. Daneben gründete man in Antwerpen im Jahr 1547 eine Waage, bei der das Wiegen die Hauptfunktion bildete [11b] und die Kiem dann auch eine monofunktionale Waage nennt.
Original: „Der Ausgang für die beschriebene Entwicklung [monofunktionaler Waaggebäude] erfolgte offensichtlich in Antwerpen. Dies ist naheliegend, denn die Stadt war im 16. Jahrhundert das kommerzielle, industrielle und finanzielle Zentrum der damaligen Welt. Dies zeigt sich unter anderem an dem unvergleichlichen Volumen von Handelsgebäuden, das in dieser Zeit in Antwerpen entstand: die Fleischhalle (1501-03), die alte (um 1515) und die neue (1531-33) Börse, die Waage (1547), das (Tapisserie-) Teppichhaus (1551-55), das Haus der „Ostlinge“ (1554-63), das Hansehaus (1562-65), das Hessenhaus (1563-65) und im übrigen auch noch das Rathaus (1561-65). (Kiem 1996. 50.)
Kommentar: Die zunehmende funktionale Spezialisierung bei den Handelsbauten in Antwerpen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde zum ersten Mal beschrieben in Kiem 1996. 50 [11a] Die Waage von Antwerpen als erste monofunktionale Waage ist zum ersten Mal beschrieben in Kiem 1996. 52 f. [11b]
Art der Plagiate: Gedankengänge übernommen ohne Quellennachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens. [a] Gedankengang ohne Quellenangabe aber am Ende kleines Bauernopfer mit Nennung des Autors im Haupttext im Zusammenhang mit einem Begriff, jedoch komplett ohne Nachweis, so dass vor allem das vorangegangene Plagiat als Leistung des eigenen Forschens erscheint.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 12, Seite 63, linke Spalte, mittig
Plagiat: „... meest karakteristieke uitingen de wagen van Leiden (1659) en Gouda (1668).“
Übersetzung: ... am meisten charakteristische Äußerungen die Waagen von Leiden (1659) und Gouda (1668).“
Original: ... Leiden ... Gouda ... Die Entwicklung des Bautyps erreicht damit ihren Höhepunkt. (Kiem 1996. 98 u. 165)
Kommentar: Die besondere Stellung der Waagen von Leiden und Gouda in der typologischen Entwicklung ist zum ersten Mal publiziert in Kiem 1996. 98. Im übrigen Redundanz zu Plagiat 3b:
Art des Plagiats: Übernommener Gedankengang ohne Nachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 13, Seite 63, linke Spalte, unteres Drittel
Plagiat: „Hoewel deze wagen monofunctioneel van karakter waren bood de toegevoegde verdieping plaats aan een extra functie; dit was om extra aanzien te creëren.”
Übersetzung: Obwohl diese Waagen einen monofunktionalen Charakter hatten, bot das hinzugefügte Obergeschoß Raum für die Unterbringung einer weiteren Funktion; das geschah, um zusätzliches Ansehen zu schaffen.
Original: Die aus städtebaulichen Gründen auf die Waaghallen gesetzten Obergeschosse weisen baulich kaum nennenswerte spezifische Merkmale auf. ... für Zwecke unterschiedlicher Art geeignet. (Kiem, 1996, 151)
Kommentar: Konzept monofunktionale Hauptfunktion als Waage im Erdgeschoß und mehr oder weniger beliebige Nebenfunktion im Obergeschoß sowie dessen Funktion zur Schaffung eines dominanten Baukörpers erstmalig bei Kiem 1996. 151.
Art des Plagiats: Übernommener Gedankengang ohne Nachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 14, Seite 63, linke Spalte, letzte Zeile
Plagiat: „.Toen de Deventer Waag bij voltooiing kloek en sierlijk op de Brink stond, leek het wel een stadhuis“.
Übersetzung: „Als die Waage von Deventer nach ihrer Fertigstellung stattlich und elegant auf der Brink stand, sah es dann wie ein Rathaus aus.“
Original: ... Parallelen zu entsprechenden Einrichtungen andernorts. In Betracht kommen viele ähnliche Gebäude in kleineren Städten, die heute in der Regel als Rathaus bezeichnet werden. (Kiem 1994. 58)
Kommentar: Bei Nagel (1971) angedeutet, bei Kiem 1996. 154 erstmals eindeutig typologisch nachgewiesen. Redundant zu Plagiat 3c.
Art des Plagiats: Übernommener Gedankengang ohne Nachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 15, Seite 63, rechte Spalte, oberes Drittel
Plagiat: „Formeel sterke overeenkomsten met de Deventer Waag heeft het al genoemde raadhuis van Melsungen bij Kassel (1556 ...).“
Übersetzung: „Formal große Übereinstimmungen mit der Waage von Deventer hat das bereits genannte Rathaus von Melsungen bei Kassel.“
Original: „Haben wir die sogenannte Waage von Deventer anhand ihrer baulichen Merkmale als multifunktionalen Hallengeschoßbau bestimmt, so zeigen sich bei ihr auch deutliche Parallelen zu entsprechenden Einrichtungen andernorts. In Betracht kommen viele ähnliche Gebäude in kleineren Städten, die heute in der Regel als Rathaus bezeichnet werden. Genannt seien hier zum Beispiel Melsungen (D; um 1565-66) ... (Kiem 1994. 58)
Kommentar: Besonderer Bezug der sogenannten Waage Deventer und des Rathauses von Melsungen zum ersten Mal in Kiem 1994. 58 aufgezeigt.
Art des Plagiats: Übernommener Gedankengang ohne Nachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens, Verschleierung durch zusätzlich eingefügte Vergleichsbeispiele.

Ronald Stenvert: Plagiatsstelle 16, Seite 63, rechte Spalte, mittig:
Plagiat: „... twee stadhuizen onafhankelijk naast elkaar .... In sommige opzichten kwam de Deventer Waag daar wel dicht bij. Zeker op 9 oktober 1549, toen Philips II op de Waag voor de hele provincie Overijssel als landsheer wird ingezworen ...“.
Übersetzung: „... zwei Rathäuser unabhängig nebeneinander ... In mancher Hinsicht kam die Waage von Deventer dicht daran heran. Sicher am 9. Oktober 1549, als Philipp II. auf der Waage für die ganze Provinz Overijssel eingeschworen wurde.“
Original: Bei der Betrachtung der Waage von Deventer als Handelshalle braucht man sich im übrigen auch nicht mehr zu wundern, daß – neben vielen anderen Feierlichkeiten im 16. Jahrhundert – 1549 die Huldigung der Stände von Overijssel an König Philipp II. als Nachfolger Karls V. ausgerechnet in einer Waage erfolget ... Für eine Handelshalle ist ein großer repräsentativer Versammlungssaal nicht ungewöhnlich.“ (Kiem 1994. 57; vgl. Plagiatsstelle 8)
Kommentar: Verlagerung von Rathausfunktionen in Deventer auf die sogenannte Waage, wie die Bereitstellung eines Festsaales und Einordnung des Rathauses in den Bautyp multifunktionale Handelshalle erstmals in Kiem 1994. 57.
Art des Plagiats: Übernommener Gedankengang zum Zusammenhang von Bautyp mit Feierlichkeit ohne Nachweis, Vortäuschung eigenen Denkens und Forschens.